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2. März 2026

Wilde Schlussphase in Kastel

Im letzten Vorbereitungsspiel trennte sich die Erste Mannschaft von der TSG 46 Mainz- Kastel 2:2 (0:0). Dabei zeigte die Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den Vorwochen. Doch neben einer Reihe von positiven Tendenzen, schlichen sich auch wieder altbekannte Muster ein, was am Ende letztlich den verdienten Sieg kostete.

Die Mannschaft von Trainer Schmidt begann deutlich engagierter und zielstrebiger als in den vorherigen Testspielen. Bei sonnigem Wetter war die Viktoria zunächst spielbestimmend und kam gut ins Kombinationsspiel. Zudem ließ man hinten zunächst nichts Nennenswertes zu. Bei einer Reihe von guten Standards fehlte letztlich der entscheidende Kopfball aufs Tor. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs bot sich plötzlich den Gastgebern nach einem Konter die Möglichkeit zur Führung, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei (40.). Die beste Viktoria Chance hatte Boris Djakovic, doch der junge Stürmer scheiterte, nach feinem Zuspiel von Conradi, am Torwart (45.).

Nach dem Seitenwechsel wurde der Tabellenfünfte der KOL Wiesbaden besser. Zudem brachte Trainer Schmidt im Verlaufe des zweiten Durchgangs gleich acht frische Kräfte, was nicht unbedingt förderlich für den Spielfluss war und viele Umstellungen mit sich brachte. Doch dafür sind Testspiele nun mal auch da.

Umso wilder wurden die letzten 20 Minuten auf dem Kasteler Kunstrasen. Zunächst gab es nach einem vermeintlichen Foulspiel Strafstoß für die TSG 46. Doch Altoe konnte stark gegen Morchid parieren (70.). Bei der Auswechslung von Döringer in der 74. Minute gab der Schiedsrichter in einem kurzen Gespräch seine falsche Wahrnehmung zu und die Sache war vom Tisch. Sieben Minute vor dem regulären Ende bekam dann die Viktoria, nach Foul an Azzouzi einen Strafstoß. Langelotz schnappte sich die Kugel und verwandelte sicher zur Führung, was sicherlich Balsam für alle Viktorianer war. Als alle Beteiligten schon mit einem Sieg der Viktoria gerechnet hatten schlugen die Hausherren jedoch gleich zwei Mal in der Nachspielzeit zu. Zunächst mit einem Schuss unter die Latte in der 92., ehe sogar der Führungstreffer per Abstauber in der fünften Minute der Nachspielzeit erzielt wurde. Direkt nach dem anschließenden Anstoß spielte Sebastian Blum einen langen Ball auf Koutsos und dieser wurde plump vom Torwart umgerannt. Dafür gab es erneut Elfmeter, den Langelotz wiederum sehr souverän verwandelte und damit seiner Mannschaft wenigstens noch ein Remis in der 97.sicherte.

Fazit: Trainer Schmidt konnte sicherlich eine Menge Erkenntnisse für die kommende Woche gewinnen. Die Mannschaft kombinierte deutlich besser als in den vergangenen Wochen und zeigte sich engagiert. Doch das bekannte Muster, dass man oft gegen Ende der Spiele sicher geglaubte Siege oder Punkte aus der Hand gibt, zeigte sich auch diesmal. Die Mannschaft muss lernen bis zum Abpfiff konzentriert zu bleiben. Zudem wird sich der eine oder andere Spieler nächste Woche in für ihn vielleicht ungewohnter Rolle neben den Verantwortlichen am Spielfeldrand wiederfinden. Zeit genug sich zu präsentieren hatten alle Spieler. Doch eines hat die Generalprobe heute gezeigt. Legt die Mannschaft ihre Stärken an den Tag und ruft die nötigen Tugenden ab, ist sie sicherlich in der KOL- Konkurrenzfähig. 

Vorschau: Am Sonntag, den 08. März startet die Viktoria gegen die Teams des FC Marxheim in die Restrunde im heimischen Sportpark. Zunächst duellieren sich die beiden Zweiten Mannschaften um 11 Uhr, ehe um 13.15 Uhr Anstoß in der KOL – Begegnung sein wird.

Aufstellung: Altoe – Pack, Siegfanz (46. Bosehmad), Döringer (74. Kalboussi), Wirth (46. Koutsos), Karnapke – Rüdinger (89. Blum), Kaltenmark (74. Megasiriotis), Blum (60. Azzouzi), Conradi (60. Caprak) – Djakovic (46. Langelotz)