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11. März 2026

Erste erkämpft sich späten Punkt, Zweite desolat 

Am Sonntag fanden endlich wieder die ersten Pflichtspiele im Jahr 2026 statt. Bei strahlendem Sonnenschein starteten beide Seniorenteams im heimischen Sportpark auf dem Kunstrasenplatz, denn der Rasen war leider nicht freigegeben worden, trotz anhaltend gutem Wetter sei er für eine Bearbeitung noch zu weich, so die Aussage der Platzwarte. Zu Gast war der FC Marxheim mit seinen beiden Mannschaften.

Den Anfang machten die beiden Reserven. Trotz einer verhältnismäßig ordentlichen Besetzung lieferte die Zweite eine erschreckende Vorstellung ab und war am Ende mit dem 0:7 (0:4) noch gut bedient, denn die Gäste ließen zahlreiche Möglichkeiten liegen. Zudem gab der Schiedsrichter zwei weitere Treffer wegen Abseits nicht. Erschütternd waren vor allem die vielen Fehler sowie die fehlende Einstellung und das Verhalten untereinander auf und neben dem Platz. Diese Darbietung hatte in aller Deutlichkeit mit Seniorenfußball auf B-Klassenniveau rein gar nichts tun und in dieser Form wird man die nächsten 11 Spiele in ähnlicher Höhe verlieren. Schade um die Arbeit der Verantwortlichen und das Bemühen des Vereins eine Zweite Mannschaft für die Spieler anzubieten. 

Das nächste Spiel findet am 15.03.2026 um 17.00 Uhr in Schneidhain gegen den SV Fischbach statt.

Aufstellung: Kieweg – Geis, Kalboussi, Tsapas, Kneisel – Hodzic (61. Peric), Demiroglou (72. Malik), Zymberi (61. Shaibu), Megarisiotis, Djakovic – Caprak (68. Manfredi-Alza)

Besser machte es die Erste Mannschaft. Sie lieferte eine couragierte Leistung ab und belohnte sich am Ende mit einem verdienten, wenn auch späten Zähler. Nach kurzer Abtastphase mit einer Chance für die Gäste in der 12 Minute., prüfte 180 Sekunden später, der gut aufspielende Kaltenmark mit einem Schuss den Marxheimer Torwart. Anschließend musste leider wieder einmal Linus Wirth aufgrund einer Verletzung das Feld frühzeitig verlassen. Nach 20 Minuten flankte Rückkehrer Karnapke einen Freistoß in den Strafraum. Dort verlängerte Langelotz auf Siegfanz, der zur Führung einköpfte. Doch dieser hielt nicht lange, denn nur drei Minuten Später glichen die Gäste durch Bariagaber aus. Nun wackelte die Viktoria etwas und die Gäste kamen zu einigen Möglichkeiten, doch Torhüter Altoe verhinderte mit starken Reflexen einen Pausenrückstand. Zudem rettete Bosehmad einmal in höchster Not mit starkem Tackling. 

Nach dem Seitenwechsel gab es erneut Freistoß für die Viktoria. Langelotz brachte den Ball scharf von der rechten Seite. Kaltenmark stand goldrichtig und köpfte ein (46.). Doch wieder hielt die Führung nur kurz, denn erneut konnten die Gäste nur 120 Sekunden später durch Fichter ausgleichen. Wieder war die Hintermannschaft der Heimelf überrumpelt worden. Als Altoe dann in der 53. Spielminute auch noch den Marxheimer Boyardan im eigenen Strafraum foulte, drehten die Gäste per Foulelfmeter die Begegnung komplett zu ihren Gunsten.

Doch diesmal steckte die Viktoria nicht auf. Im Gegenteil, denn sie konnte in der letzten halben Stunde noch einmal zulegen, was sicherlich auch an den Wechseloptionen von Trainer Schmidt lag. Mit den frischen Kräften Kleiner, Caprak und Azzouzi läutete man eine kämpferische Schlussphase ein. Zunächst probierte es Langelotz per Schuss und dann per Kopf (drüber 62.), ehe Caprak die bis dahin größte Chance vergab, als er freistehend am Torhüter scheiterte (80.). Dabei übersah er auch seine völlig freistehenden Mitspieler. Als Döringers Kopfball drei Minuten vor dem regulären Ende auch noch übers Tor ging, rechneten wohl viele Zuschauer wieder mit einer Niederlage. Doch die Mannschaft warf bis zum Schluss alles rein und schaffte tatsächlich noch den hochverdienten Ausgleich durch Azzouzi in der 89. Minute. Diesmal hatte Caprak uneigennützig quergelegt. Anschließend überstand man die fünf minütige Nachspielzeit im Kollektiv. Die Gäste vergaben hier noch einmal freistehend vor Altoe. Das wäre aber dem Spiel auch nicht gerecht geworden. 

Fazit. So stellt man sie ein Heimspiel der Viktoria vor. Einsatz und Zusammenhalt auf dem Platz stimmten, auch wenn in den Offensivaktionen sicherlich noch Steigerungspotential herrscht. Trotz der siegreichen Konkurrenz kann die Erste den Klassenerhalt schaffen, wenn sie an die gezeigte Leistung in den verbleibenden 11 Spielen anknüpfen kann.

Das nächste Spiel findet am 15.03.2026 um 15:00 Uhr beim Tabellendritten Germania Weilbach statt.

Aufstellung: Altoe – Siegfanz, Bosehmad, Döringer, Wirth (19. Koutsos) – Rüdinger (81. Langelotz) , Kaltenmark, Blum (56. Kleiner), Conradi (73. Azzouzi) – Langelotz (66. Caprak)